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Der Markt hat das flächendeckende Glasfasernetz geplant

Aktuelles aus dem Bürgermeisterbüro
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Der stetig wachsende Breitbandbedarf kann in der Zukunft nur mit einem flächendeckenden Glasfasernetz befriedigt werden. Dieser Erkenntnis waren sich Bürgermeister und Marktgemeinderat einig und haben die Erstellung eines Masterplanes zur künftigen flächenmäßigen Versorgung des Gemeindegebietes mit einem Glasfasernetz in Auftrag gegeben.

Der Masterplan ist die Grundvoraussetzung für eine koordinierte Entwicklung im Breitbandausbau des gesamten Gemeindegebiets. In erster Linie kommt der Plan bei der Sanierung von Straßen zum Einsatz, um sofort die Leerrohrinfrastruktur für ein späteres Glasfaserkabel verlegen zu können. Karl Kolbinger vom ausführenden Büro Corvese übergab nun den fertigen Masterplan im Rathaus. Mit dabei waren auch Breitbandpate Josef Korber, Geschäftsleiter Bernhard Loibl und 3. Bürgermeister Matthias Hermann als IT-Referent im Marktgemeinderat.

Da die Kosten für die Erstellung der Infrastruktur grundsätzlich sehr hoch sind, sind die Telekommunikationsunternehmen nicht bereit, gerade in nicht so dicht besiedelten Gebieten, in einen zukunftsfähigen Breitbandausbau zu investieren.

Durch die Mitverlegung der Leerrohrinfrastruktur bei Straßen- und anderen Tiefbauarbeiten können die Investitionskosten erheblich gesenkt werden. Im aktuellen Fall betrifft das die für 2016 beschlossene Sanierung der Sonnenstraße im Hauptort Rohr. Durch die sofortige Mitverlegung der Leerrohrinfrastruktur in jedes Grundstück spart der Markt Rohr i.NB rund 75 Prozent bei den Tiefbaukosten im Vergleich zu einer nachträglichen Ausführung. Mit der raschen Erstellung und Umsetzung des Masterplans handeln wir vorausschauend sehr wirtschaftlich und gehen moderne Wege in der Entwicklung unserer Marktgemeinde.

Damit das neu aufzubauende Netz Anbieter neutral, somit autark ist, wurden bei der Planung die vorhandenen Netzinfrastrukturen der Telekommunikationsunternehmen nicht berücksichtigt.

Bei der Planung wurden die vom Markt Rohr vorgelegten möglichen Bau- und Gewerbegebiete bei der Berechnung der Dimensionierung berücksichtigt. Die Dimensionierung basiert auf einer Anbindung mit 2 Glasfasern pro Hausanschluss in der Hauptkabel-Ebene.

Auf Grund von Baumaßnahmen, kann es irgendwann vorkommen, dass jetzt gezeichnete Trassen umgeplant werden müssen. Je nach Lage können auch konkrete bauliche Gegebenheiten vor Ort es bei der Umsetzung notwendig machen, einzelne Hausanschlüsse einem anderen Rohrverbund zuzuordnen oder von einer anderen Grundstücksseite zu erschließen. Deshalb ist es erforderlich, den Masterplan in bestimmten Abständen durch Fortschreibung den Veränderungen neu anzupassen. Das ist wichtig für einen intakten Gemeindeentwicklungsprozess.

Dafür sind durchgängig Reservekapazitäten vorgesehen. Auch die Verteiler können aufgrund örtlicher Gegebenheiten versetzt werden. Es sind dabei die maximalen Einblaslängen der Rohrverbünde (max. 700m) sowie die Zahl der maximal möglichen Belegung zu berücksichtigen (96 Anschlüsse pro Verteiler, 6 Rohrverbünde pro Verteiler, 24 Hausanschlüsse pro Rohrverbund).

Die Planung ist für ein „P to P“- Konzept ausgelegt, bei dem jeder Hausanschluss eine physikalisch durchgehende eigene Glasfaseranbindung zum POP-Standort erhält. Dies ist bei den Kapazitäten auf der Hauptkabelebene berücksichtigt, sollte ein zukünftiger Netzbetreiber diese Art des Netzaufbaus favorisieren.

Mit dem Masterplan haben wir uns ein schönes Stück Zukunft für die Entwicklung der Gemeinde und für unsere Bürgerinnen und Bürger erarbeitet, dass wir nun langfristig umsetzen. Ich freue mich!

Zuletzt geändert am: 23.2.2016

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