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5 Millionen und 12 neue Arbeitsplätze - Rohr ist der Gewinner einer Wohngemeinschaft der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg für 24 Menschen mit Behinderung

Aktuelles aus dem Bürgermeisterbüro
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Zur Projektvorstellung trafen sich deshalb Bürgermeister Andreas Rumpel, der bisherige Grundstückseigentümer Bernhard Huber mit Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF), und KJF-Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen Wolfgang Berg. „Im Vordergrund steht für unsere Kommune, dass wir neben den Themen Wachstum und Gemeindeentwicklung auch soziale Entwicklungen, die Daseinsfürsorge und die Inklusion im Blick haben“, so Bürgermeister Rumpel in seiner Begrüßung.

In Rohr wird nach den Kommunalwahlen mit der Erstellung des Masterplans zur Gemeindeentwicklung im Hauptort und in den Ortsteilen unter Bürgerbeteiligung begonnen. Dazu gehört auch das Handlungsfeld der „Sozialen Daseinsvorsorge“ mit dem Neubau der Wohngemeinschaft mit vier Wohneinheiten für jeweils sechs erwachsene Menschen mit Behinderung. Für den Hauptort Rohr ist die Baumaßnahme ein wichtiger Baustein in einer kerngesunden Gemeindeentwicklung, sagte Bürgermeister Rumpel. Sein Dank galt dem Grundstückseigentümer Bernhard Huber, mit dem er in Vorgesprächen den Weg für das Wohnprojekt der KJF in Rohr bereitet hat.

KJF-Direktor Michael Eibl und Abteilungsleiter Wolfgang Berg sind sehr froh darüber, dass das Projekt in Rohr verwirklicht werden kann. Seinen Dank richtete Eibl an Bürgermeister Rumpel, der die Verwirklichung des Projekts zu seinem persönlichen Anliegen gemacht hatte und dass sein Interesse den Menschen gilt, die davon profitieren und künftig in Rohr wohnen und leben. Das sei ein großes Plus für die Inklusion in einer Gemeinde und eine tragfähige Grundlage für ein in der KJF bewährtes Konzept zur Schaffung von inklusivem Wohnen für Menschen mit Behinderung mitten in einer Gemeinde wie Rohr.

Das Konzept sieht vier kleine Wohneinheiten für jeweils sechs Bewohnerinnen und Bewohner vor, die bislang im Cabrini-Zentrum der KJF in Offenstetten wohnten. Das sogenannte Konversionsprogramm des Freistaats sieht zeitgemäße, inklusive und dezentrale Wohnformen für Menschen mit Behinderung vor. Die Katholische Jugendfürsorge hat alle ihre Wohnprojekte in den vergangenen Jahren nach diesen Vorgaben realisiert. Mit Rohr wird nun ein weiterer Standort im Landkreis Kelheim neben Riedenburg und Offenstetten geschaffen.

Für ein Wohnprojekt dieser Größe geht der Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen in der KJF, Wolfgang Berg, von rund 5 Millionen Euro Investitionskosten aus. Für alle Beteiligten lohnt sich das. „Alle sind Gewinner“, freute sich Rumpel, denn die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner können zu Fuß zur Kirche, zum Bäcker, zum Metzger und in die Apotheke gehen, sie nehmen am gemeindlichen Leben teil und tragen damit zur Wertschöpfungskette der Wirtschaft in der Gemeinde bei. Die Gemeinde gewinnt hingegen eine hochkarätige Einrichtung, Familie Huber bekommen angenehme Nachbarn und das Grundstück erfährt eine nachhaltige und sinnvolle Nutzung. Die KJF schließlich gewinnt einen Standort, von dem aus die Bewohner ins nahe gelegene Offenstetten in die KJF-Werkstätte fahren können. Mit diesem Projekt entstehen in Rohr 10-12 Arbeitsplätze für Pflegefachkräfte, Heilerziehungspfleger, Erzieher oder andere pädagogische Fachkräfte. Wenn alle Vorarbeiten und Planungen abgeschlossen sind, können die Bauarbeiten voraussichtlich Anfang 2021 beginnen. Auf dem ca. 2.500 qm großen Grundstück entsteht nach jetzigem Planungsstand ein Gebäude mit Erd- und Obergeschoss mit jeweils ca. 850 qm Bruttogeschossfläche.

Bürgermeister Rumpel freut sich über den Gewinn der Einrichtung noch aus einem anderen Grund ganz stark. Mit der dadurch abgebildeten Inklusion erhöht der Markt seine Chancen auf hohe Fördergelder für die Umsetzung des Gemeindeentwicklungsplans am Hauptort und die Aufnahme in das Bundesförderprogramm „Soziale Stadt“ bzw. „Soziales Quartier“, das künftig die Möglichkeit für soziale Beratungsangeboten von Jugendlichen, Familien und Senioren bietet.

Eibl, Berg und Rumpel schauen auch bereits weiter in die Zukunft und so hat Bürgermeister Rumpel die Beförderungsfahrzeuge für die künftigen Heimbewohner Staatsminister Aiwanger für die Wasserstoffstrategie Bayern vorgeschlagen.

 

 

 

 

Zuletzt geändert am: 18.2.2020

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