Zahlen - Daten - Fakten

Posteitzahl 93352
Vorwahlen +49 (0) 8783
+49 (0) 9452 (nur Ortsteil Laaber)
Regierungsbezirk Niederbayern
Region 11 Regensburg
Metropolregion München
Landkreis Kelheim
Höhenlage 426 m ü. NHN
Einwohner ca. 3400
Gemeindeschlüssel 09273165
Bevölkerungsdichte 60 Einwohner je km2
Fläche 54,16 km2
 
Hebesätze
Standortfaktoren entscheiden - nicht der Hebesatz
Grundsteuer A 430 v.H.
Grundsteuer B 430 v.H.
Gewerbesteuer 420 v.H.

Geschichte des Marktes Rohr i.NB

Boden- und Gräberfunde aus der Zeit um 2000 v. Chr. Um das Jahr 1000 errichten Nachkommen des Grafen Babo von Abensberg in Rohr ein Landgut. Älteste Urkunde aus dem Jahr 1097/98. Sie beinhaltet  die Übergabe eines Grundstücks bei Wallersdorf durch Magonus von Rohr. Er entstammt aus dem Geschlecht der Grafen von Abensberg, ebenso wie sein Nachfahre  Adalbert, der Gründer des Augustiner-Chorherrenstifts zu Rohr. Durch Stiftungen und Schenkungen erreicht das Kloster bald eine ansehnliche Größe.
1347 verleiht Kaiser Ludwig IV. der Bayer dem Ort Rohr das Marktrecht. Während des Dreißigjährigen Krieges werden Kloster und Markt durch die Schweden (1632) und von den Kaiserlichen (1648) mehrmals Überfallen.
1717 bis 1723 erhält die Abtei- und Pfarrkirche mit ihrer weltbekannten Darstellung der Mariä Himmelfahrt durch die Gebrüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam ihre heutige Form.
1803 fährt die Säkularisation zur Aufhebung des Klosters. Große Teile der Gebäude werden abgebrochen. Auf dem Gelände des ehemaligen Chorherrenstifts entsteht eine eigene Gemeinde. Bis 1911 existieren Marktgemeinde Rohr und Gemeinde Klosterrohr als zwei eigenständige Gemeinden. 1938 erhält der Ort ein öffentliches Bad. 1946 wird das Kloster durch Benediktiner aus Braunau in Ostböhmen wieder besiedelt. Ebenfalls 1946 gründet Abt Dr. Dominik Prokop das Johannes-Nepomuk-Gymnasium. In den Folgejahrzehnten  wird das Klostergeviert wieder aufgebaut. 1953 Errichtung der Volksschule Rohr. 1997 feiert Rohr i.NB 650 Jahre Marktrechte.

 

Logo

Das Logo der Marktgemeinde Rohr i.NB verfolgt das Ziel, eine visuelle Identität im Sinne eines Corporate Design zu schaffen. Das helle Gelb-Grün als führende Farbe spiegelt die Lage von Rohr in einer ländlichen, landschaftlich reizvollen Region sowie die Naturverbundenheit der dort lebenden Menschen wieder. Als unverwechselbares Markenzeichen dient der stilisierte Kirchturm der Asamkirche, für den Rohr i.NB über die Landes- und Bundesgrenzen bekannt ist.
Das insgesamt sehr reduzierte, minimalistische Design und die sehr geradlinige aber dennoch markante Typographie schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Moderne und lässt das gesamte Logo zeitlos-elegant erscheinen.

 

Wappen

 

 

Die Marktgemeinde Rohr i.NB fährt erst seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts ihr eigenes Wappen. Es entstammt dem ehemaligen Stiftswappen von Kloster Rohr und ist von diesem abgeleitet.
Als Marktwappem ist es 1811 erstmals im Siegel der Nationalgarde Rohr belegt

 

Amtliche Wappenbeschreibung (Blasonierung)
Gespalten von Gold und Silber; vorne ein halber roter Adler am Spalt, hinten auf grünem Zweiberg zwei grüne Rohrhalme mit schwarzem Kolben.

Wappengeschichte
Das Gemeindewappen entspricht dem apokryphen Wappen der Grafen von Rohr. Das Augustinerchorherrenstift Rohr war eine Stiftung Adalberts von Rohr, die 1133 von Bischof Heinrich von Regensburg bestätigt wurde. Die Rohrkolben reden für den Ortsnamen Rohr. Das Adlerwappen mit zwei Rohrkolben ist seit 1622 Bestandteil des variantenreichen, meist mehrschildigen Klosterwappens. Obwohl der Ort Rohr schon seit 1347 Marktrecht besaß, war die Selbstverwaltung in dem zum Kloster gehörenden Gemeinwesen bis zur Säkularisation 1803 kaum ausgeprägt. Es sind auch keine alten Siegel überliefert. Gelegentliche Wappenwiedergaben seit dem 16. Jahrhunderte sind historisch nicht begründet (nach Stadler Phantasieprodukte). Ein Marktwappen ist erstmals 1811 im Siegelbild der Nationalgarde Rohr nachweisbar. Die aus einem kleinen Propstsiegel des 18. Jahrhunderts übernommene Krone im Wappen wurde dem Markt 1819 abgesprochen. Das frühere Stiftswappen blieb ohne weitere offizielle Akte das gemeindliche Hoheitszeichen.

(Quelle: Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden)